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Verkehrsanlage Osttangente

Der vollständige vierstreifige Ausbau des Vorhabens Osttangente ist Teil des Verkehrsentwicklungsplans der Stadt Jena. Wichtigstes Ziel dieser Maßnahme ist die Entlastung sensibler Stadträume (z. B. Löbdergraben und Karl-Liebknecht-Straße) von gebietsbezogenem Durchgangsverkehr. Es scheint nunmehr möglich, dieses Ziel mit der Umsetzung einer Komplexmaßnahme zu erreichen.

Weitere Informationen zum Vorhaben

Grundlage der Planung ist ein Entwurf aus dem Jahr 2002 (bestätigt vom SEA am 27.03.2003 und per Beschluss Nr. 08/1286-BV am 26.08.2008 aktualisiert) und die dieser Planung vorausgehenden Untersuchungen (z.B. Prüfung der Anlage eines Kreisverkehrs an der Angerkreuzung der Büros Verkehr 2000 aus dem Jahr 1997 sowie Schnüll/Haller aus dem Jahr 2001). Der Umbau der Angerkreuzung zu einem Kreisverkehr scheidet aufgrund der nicht ausreichenden Leistungsfähigkeit dieser Anlage aus. Diese Aussagen wurden mit aktualisierten Verkehrsdaten überprüft und gelten nach wie vor.

In einigen Bereichen gibt es im Vergleich zur Planung aus 2002 hinsichtlich der Gestaltung der Verkehrsanlage folgende Optimierungen, die auf Flächeneinsparung, Erhöhung der Umweltverträglichkeit sowie Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr abzielen:

  • Der notwendige Abriss von Gebäuden wurde minimiert (betrifft nur noch einzelne Gebäude bzw. Nebenanlagen im Bereich Am Eisenbahndamm).
  • Die alten Platanen sowie der Grünstreifen Am Anger 13 werden erhalten.
  • Entlang der gesamten Trasse wird eine beidseitige durchgängige alleenartige Bepflanzung mit neuen Baumstandorten angestrebt.
  • Es werden durchgängige Radverkehrsanlagen geschaffen.
  • Aus Richtung Süden wird eine unterirdische Einfahrt in das Parkhaus Inselplatz in die Planung integriert.

Letzter Beschluss zum Vorhaben

  • Beschlussvorlage 20/0390-BV - Beschluss des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses vom 28.05.2020 "BV Osttangente Jena, Bestätigung der Vorplanung"

Aktueller Bearbeitungsstand

In der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses am 28.05.2020 wurde die Vorplanung bestätigt und kann damit abgeschlossen werden. Anschließend erfolgt die Erarbeitung des Genehmigungsentwurfes, mit dem beim Thüringer Landesverwaltungsamt die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt wird. Dies ist für das I. Quartal 2021 vorgesehen. Das Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich mindestens 1 Jahr beanspruchen, sodass mit einem Planfeststellungsbeschluss im II. bzw. III. Quartal 2022 gerechnet werden kann.

Geplanter Zeitpunkt der Umsetzung / nächste Schritte

Nach dem Planfeststellungsbeschluss erfolgen die Erarbeitung der Ausführungsplanung und der Ausschreibungsunterlagen sowie die Ausschreibung selbst, parallel werden Fördermittel beantragt. Der Baubeginn wäre ab 2023/24 möglich, ist jedoch in Abhängigkeit weiterer Großprojekte der Stadt, insbesondere der Baustelle des Campus Inselplatz festzulegen. Es ist damit zu rechnen, dass die Umsetzung in mindestens 3 Bauabschnitten von Norden nach Süden erfolgt.

Kosten soweit bezifferbar

Gesamtkosten: ca. 21 Mio. €
Förderquote: ca. 60 %

Betroffenes Gebiet

Jena-Zentrum

Schwerpunktmäßig betroffene Themen

Mobilität / Verkehr

Bürgerbeteiligung

Formell: Ja.
Die Beteiligung erfolgt im Zuge des Planfestellungsverfahrens gem. §§ 72 ff. Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetz (ThürVwVfG).

Informell: Ja.
An der Erarbeitung der Vorplanung wurden der Ortsteilrat Jena-Zentrum, der Beirat Radverkehr und der Beirat Kfz-Verkehr beteiligt. Über begleitende Beteiligungsformate im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird im III. Quartal 2020 entschieden.

Aktualisierungsdatum

04.06.2020

Versionsnummer

1.1

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